Ramsthal Panorama mit Wappen

Die wohl früheste Erwähnung des Ortes Ramsthal (auch Rambsthal und Ramesthal) genannt findet sich in der Gründungsurkunde des Bischofs Otto von Bamberg für die Abtei Aura an der Saale vom Jahre 1122. Die Abtei erhielt damals ein

„praedium in Ramsthal XX libris comparatum“.

Sie besaß auch fürderhin starke grundherrliche Rechte in Ramsthal. 1412 beansprucht sie gegen die Herrschaft Homburg drei Höfe zu Ramsthal. Bis zur Aufhebung des klosters im Jahre 1564 hatte der Abt das Recht, die Schultheißen in Ramsthal zu bestätigen und jährlich ein Lehengericht dort zu halten.

Vielleicht als Vögte des Klosters Aura gelangten die Grafen von Henneberg zu Beseitzungen und Rechten in Ramsthal. Diese wurden als „ein halb Ramsthal“ bezeichnet.

Neben den Grafen von Henneberg besaßen die Herren der nahegelegenen Trimburg, sowie die Herren von Homburg an der Wern Güter zu Ramsthal. Burg und Herrschaft Trimburg gelangte 1376 an das Hochstift Würzburg. Ebenso wurde die Herrschaft Homburg 1469 – mit drei Höfen zu Ramsthal – dorthin verkauft. Diese Besitztümer wurden gegenüber der Henneberg-Huttischen Hälfte als „Würzburgische Hälfte“ bezeichnet.

Im 15. Jahrhunder kamen nun die Ritter von Hutten als Amtmänner des Bischofs von Würzburg auf die Trimburg und faßten damit auch in Ramsthal Fuß. Schon 1434 sollen sie in Ramsthal einen Jahrtag gestiftet haben. Wohl im frühen 16. Jahrhundert nahmen dann die Hutten die „Hennebergerische Hälfte“ zu Lehen an. In dieser Eigenschaft übten sie großen Einfluß in Ramsthal aus. Ihr Anteil bestand im 16. Jahrhundert aus etwa 22 – 26 Mann gegenüber etwa 18 Mann des Hochstifts Würzburg. Die Hutten waren neben  Henneberg und Würzburg einer der drei Vogteiherren des Ortes. Sie hatten einen Schultheißen und, wie es scheint, zeitweilig einen Adelssitz. Einem Schreiben von 1558 zufolge hatten die Hutten über 50 Jahre land die Kirche von Ramsthal mit Pfarrern besetzt.
Der huttische Besitz ging 1707 endgültig auch an das Hochstift Würzburg über. Somit war Ramsthal gänzlich würzburgerisch geworden. Das Hochstift war seit 1394 Inhaber der für Ramsthal einschlägigen Zehnt. Die Gemeinde zählte 1799 in 100 Häusern 436 Seelen, die 1874 auf 574 Seelen in 112 Häusern angewachsen waren.

Zum Landgericht Euerdorf kam Ramsthal mit 21 anderen Gemeinden im Jahre 1825. Dem Landkreis Hammelburg wurde es 1862 angeschlossen.

Die Einwohner Ramsthals hatten auf Ihrer Gemarkung die niedere Jagd, die hohe Jagd war fürstliches Recht.

A. Diez aus Sulzthal weiß zu berichten: „ 1611 forderte die Pest von Ende September bis Mitte Dezember 67 Opfer zu Ramsthal. 34 Jahre später starben wiederum an Pest 113 Personen in kürzester Zeit.

 

Entwicklung des Dorfes

Die Gemeinde Ramsthal wurde mit Wirkung vom 01.05.1978 der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf zugeordnet.

Für die Gemeinde Ramsthal ist ein Flächennutzungsplan vorhanden. Baureifes Land ist noch für etwa 40 Wohnhäuser vorhanden. Straßen, Wege und Plätze im Innerortsbereich sind staubfrei. Die Wasserversorgung ist durch einen Wasserlieferungsvertrag mit dem Markt Euerdorf, der im Jahr 1979 abgeschlossen wurde, gesichert. Die Abwasserbeseitigung erfolgt über eine gemeinsame Kläranlage mit dem Markt Sulzthal und dem Markt Euerdorf (Gemeindeteil Wirmsthal). Für die geordnete Beseitigung von Bauschutt, Erdaushub und pflanzlichen Abfall konnte eine umweltfreundliche Lösung im ehemaligen Steinbruch gefunden werden. Die sonstigen Abfälle werden seit dem Jahr 1977 durch die Müllabfuhr des Landkreises Bad Kissingen entsorgt.

Die Beteiligung der Bürger an der Entwicklung des Dorfes ist durch die jährlich stattfindenden Bürgerversammlungen gegeben. Daneben wirken die Vereine an der kommunalpolitischen Meinungsbildung mit.

 

Bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen

In Ramsthal sind fast alle kulturellen und sozialen Einrichtungen, die in einer Gemeinde mit entsprechender Größenordnung benötigt werden, vorhanden. Der gemeindliche Kindergarten ist auf 2 Gruppen erweitert und ausgebaut worden.

Für den Sport ist ein Rasenspielfeld, 4 Tennisplätze sowie die Turnhalle vorhanden. Für Vereinsaktivitäten stehen der Festplatz am Dorfeingang und der Dorfplatz im Ortskern zur Verfügung (Ramsthals „gute Stube“).

Mit der Renovierung des Rathauses, der Kirche und des Pfarrhauses wurden weitere Mittelpunkte des Ortes erschlossen. Weiterhin sind in Ramsthal 2 Kinderspielplätze vorhanden.

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